20. Januar 2018

Warm-Up im Waldfrieden 2018

 Auch in der 33. Saison wurden bereits kleine Ausschnitte aus dem Karnevalsprogramm vorab bei einer kleinen exklusiven Feier im "Waldfrieden" präsentiert und am Publikum getestet. 

Zudem wurde unserem Prinzenpaar nach 33 Jahren ein neues Zepter überreicht, aus echtem Holz von Hand geschnitzt.  


Freie Presse, erschienen am 22.01.2018, von Wieland Josch

 

Ein neues Zepter für die wahren Herren Freibergs

Der FKK stellte bereits einen OB und eine OB-Kandidatin. Die aktuellen Stadtchefs schauen gern vorbei. Nun ist sichtbar, wer in der Stadt herrscht.

 

Niemand sage, ein Verein wie der Freiberger Karneval Klub hätte nichts Geheimnisvolles an sich, geht es doch meist offensichtlich närrisch zu. Doch gibt es sogar das eine oder andere, was eine Verwandtschaft mit mysteriösen Gesellschaften wie den Freimaurern vermuten lässt. Man denke nur an die Vergangenheit, ein Präsident wurde OB (Bernd-Erwin Schramm) und eine Präsidentin trat zur Wahl an (Andrea Gerlach). Zudem: aktuelle Stadtchefs kommen gern zur Büttenrede. Dazu ist da dieses Schweigen, wenn es darum geht, den Kappenträgern etwas über die Veranstaltungen zu entlocken, die am 8. Februar mit dem Weiberfasching beginnen und am 14. Februar mit dem Aschermittwoch enden.

Doch am Samstag gaben die Narren im "Waldfrieden" einiges preis von dem, was etwa beim Büttenabend am 9. Februar präsentiert wird. "Das ist schon traditionell, dass wir uns hier 'Zum Wurm ab' genannten Aufwärmabend treffen", erzählt Urgestein Heidi Hinkel. Die Hauptredner und das Prinzenpaar testen dabei vor Publikum. "Es ist schon vorgekommen, dass ich ganze Passagen danach geändert habe", so Hinkel. Harald Börner, als Bürscherpolizeier unverzichtbares Karneval-Inventar, stimmt ihr zu. "Wir hatten dazu vor 15 Jahren die Idee, im kleineren Rahmen vorzufühlen", sagt er. "Das hat sich sehr bewährt."

Vereinigungen wie die Freimaurerlogen leben von ihren Ritualen. Auch die Freiberger Narren pflegen solche. Die Aufnahme in den Verein erfolgt nur mittels der Berührung durchs sogenannte Weiheschwert, geführt von Lutz Klapproth. Am Beispiel des neuen Narrenzepters wurde das am Samstag exerziert. "Das alte Zepter ist 33 Jahre alt", sagt Narrenchef Joachim Breßler. "Und der Kopf ist auch aus Gummi, weshalb wir es für an der Zeit hielten, eine stabile, neue Variante zu bekommen." Gestiftet wurde sie vom ehemaligen Karnevalsprinzen Marcel Schlenkrich, geschaffen von Profi-Schnitzer Peter Götz aus Krumhermersdorf. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis", so Götz. Geschnitzt hat er den Kopf nach dem Vorbild des Vorgänger-Zepters aus Lindenholz. Der aktuelle Prinz Kenneth I. sollte nun gut darauf aufpassen, denn lässt er es irgendwo liegen oder gerät es in andere Hände, muss er eine Runde schmeißen. Außerdem bekam das Zepter einen Namen verpasst. Von nun an heißt es Silberstiel, womit dem Silberrausch ein neues glänzendes, Pardon: grinsendes Detail hinzugefügt wurde.

 

Saisonstart ist der Weiberfasching am 8. Februar in der Alten Mensa. Es folgen der Büttenabend (9. Februar), Faschingsgala (10. Februar), Kinderfasching (13. Februar), alles im Tivoli. www.freiberger-karnevalklub.de.